Hobby Photographie

Rolfs erstes Hobby:

Analoge Zeiten:

Seit Anfang 1968 versuche ich, Bilder mit Kameras zu machen. Photographieren (ich schreibe Delphin auch nicht mit „f“) ist somit mein ältestes Hobby.

Agfa Iso Rapid IC

AGFA ISO-RAPID IC

Angefangen hat es 1967 mit einem Weihnachtsgeschenk. In einer Geschenkverpackung waren eine silberne „Agfa ISO-RAPID IC“, ein Blitzwürfel und ein Film.

Es ist eine einfache Kamera mit Fixfocusobjektiv (42,5 mm Brennweite, Fixblende 8,5) und Blitzwürfelanschluß. Immerhin standen zwei Belichtungszeiten zur Verfügung:

  • 1/40″ (Bewölkt oder Blitz)
    1/80″ (Sonne).

Der Agfa Rapid-Film hatte ein Negativformat von 24 mm x 24 mm und eine Kapazität von 16 Aufnahmen/Film

Der Winter war für norddeutsche Verhältnisse sehr schneereich, die ersten Bilder entstanden während Spaziergängen mit Großeltern und Eltern durch den Luftkurort Bevensen (Bad wurde es erst später) und die umliegenden Wälder. Sie zeigten sonnenüberflutete Schneelandschaften.

Die Kamera blieb für Jahre ein treuer Begleiter und befindet sich noch heute in meiner Kamerasammlung.

Mamiya MSX 500

Mamiya MSX 500

Das Hobby blieb, in der Schule gabe es eine Foto AG und, es muß 1975 gewesen sein, nach langem Überlegen und Vergleichen wurde eine Spiegelreflexkamera angeschafft. Es war eine Mamiya MSX 500. Mamiya, eher bekannt durch Mittelformatkameras, war seinerzeit ein innovativer Kamerahersteller auch von Kleinbildkameras. So verfügte die Mamiya MSX 500 über einen M42-Objektivanschluß mit Objektivveriegelung und Offenblendmessung – damals einzigartig. Man konnte dafür entweder Mamiya-Objektive oder unter Verzicht auf die Offenblendmessung eine Vielzahl Objektive anderer Hersteller verwenden.

Die Belichtungsmessung erfolgte über eine 10% des Bildfeldes umfassende Meßzelle, ein hervorragender Kompromiss zwischen einer Duchschnittsmessung über das Bildfeld und einer Selektivmessung (beides boten die größeren und teureren Schwestern der Baureihe DSX).

Längste Belichtungszeit, der Name ist Programm, war 1/500″, die Kamera hatte weder einen Blitzschuh noch einen Selbstauslöser. Es gab auch Varianten dieser Kamera, die über beides verfügten.

Das Standardobjektiv hatte sechs Linsen in vier Gruppen, 50 mm Brennweite und eine größte Blende von 2,0. Bald kamen ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 135 mm (Beroflex) und ein Weitwinkelobjektiv von Mamiya mit einer Brennweite von 28 mm (f=2,8) hinzu. Die Mamiya begleitete mich durch die Schulzeit, in der ich an der Foto AG des Hermann-Billung-Gymnasiums in Celle unter Leitung von Klaus Seidel teilnahm.

In den frühen 80er Jahren war ich auf der Suche nach einem Nachfolger. Mamiya hatte 1984 nach dem Konkurs der Mutterfirma Osawa die Produktion von Kleinbildkameras eingestellt und sich auf die Produktion von Mittelformatkameras nebst zugehörigen Objektiven konzentriert.

Die letzten Kleinbildkameramodelle von Mamiya wurden auch von Quelle unter dem Namen Revue vertrieben: die Mamiya ZE-X als Revue X-4m und die Mamiya ZE-2 als Revue AM Quartz.

Chinon CP-5sNachfolger der Mamiya MSX 500 wurde eine Chinon CP-5s. Auch Chinon ist als Kameraproduzent bei uns weniger bekannt. Chinon produzierte viele Kameras für andere Marken – unter anderem auch für Revue (so entsprach die Revue AC 3s der Chinon CP 5). Sie bot zwei Programmautomatiken, Zeitautomatik nach Blendenvorwahl oder manuelle Einstellungen.

Die Belichtungsmessung erfolgte entweder über das Bildfeld gemittelt oder als echte Spotmessung. Dank des Pentax K-Bajonettanschlusses stand auch für die Chinon CP-5s eine große Objektivauswahl zur Verfügung.

Seit Anfang 2004 gehört Chinon zur Eastman Kodak Company.

Ende der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ließ mein Interesse an der Photographie nach.

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erwachte es wieder und in die Nachfolge der Chinon trat eine Nikon F90X nebst Zubehör. Weitwinkel-, Normal- und Telezoomobjektive schaffte ich im Lauf der Jahre an und nutzte sie eifrig.

Mamiya 645 PRO TLKurze Zeit später bekam sie eine große Schwester: eine Mamiya 645 PRO TL mit Weitwinkel- und leichtem Teleobjektiv. Das Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 50 mm (Kleinbildäquivalent ~31 mm) ist mit einem drehbaren Shiftmechanismus ausgestattet. Ein Shiftobjektiv hat einen größeren Bildkreis als ein normales Objektiv. Das Objektiv kann parallel zur Filmebene verschoben werden und so der abgelichtete Bildausschnitt verändert werden. Im günstigsten Fall erlaubt dies, ein Objekt ohne Standortveränderung und ohne Schwenken der Kamera ganz zu erfassen, es dabei parallel zur Filmebene zu belassen und damit stürzende Linien zu vermeiden. Ergänzt wurde es durch ein 120 mm Makroobjektiv, ein 200 mm Teleobjektiv und Zwischenringe. Die gegenüber dem Kleinbildfilm mehr als dreifache Filmfläche ergab und ergibt Bilder mit deutlich besserem Kontrast und höherer Auflösung.

Nikon F90X und Mamiya 645 PRO TL verwende ich noch heute, zugegebenermassen immer seltener. Sie hatten und haben digitale Schwestern, die ich kurz vorstellen möchte. Dabei beschränke ich mich auf die Modelle, die einen wesentlichen Techniksprung darstellten.

Digitale Zeiten:

Meine erste digitale Kamera war eine Olympus Camedia C-1400XL kurz vor der Jahrtausendwende. Die Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten war damals „state of the art“ und sie verfügter als eine der ersten Digitalkameras dieser Bauart über einen Blitz-Synchronanschluss. Das Zoomobjektiv hatte einen Brennweitenbereich (ich gebe hier immer die Kleinbildäquivatente an) von 36 mm – 110 mm (F 2,8-3,5). Schwer tat sich das Autofocussystem der C-1400XL bei nicht ganz so guten Lichtverhältnissen, scharfe Fotos waren dann Glücksache.

Olympus Camedia E-10Der nächste Meilenstein war eine Olympus Camedia E-10. Wie ihre Vorgängerin handelte es sich um eine „All-in-one“ Digitalkamera mit Spiegelreflexsucher und einem Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 35 mm – 140 mm (F 2,0 – 2,4). Die Brennweite liess sich manuell über einen Zoomring verstellen. Ihrem Anspruch als professionelle Kamera gemäss verzichtete sie auf Motivprogramme und bot eine Programm-, eine Zeit- und eine Blendenautomatik. Die Auflösung betrug 2.240 x 1.680 Bildpunkte, damals ein Spitzenwert.

Die Bilder des 2/3″-Sensors waren nicht wirklich rauschfrei, dafür arbeitete das Autofocussystem dieser Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen recht zuverlässig. Neben dem eingebauten Blitz mit einer Leitzahl irgendwo im Bereich von 14-18 konnte ein Systemblitz auf den vorhandenen Blitzschuh geschoben werden.Die Stromversorgung erfolgte kundenfreundlich über normale AA-Batterien oder Akkus. Die E-10 benutzte ich eine Reihe von Jahren.

Es folgten Spiegelreflexkameras der Marke Nikon, schliesslich gab es ja aus analogen Zeiten eine Reihe recht guter Objektive.

Nikon D300Über sechs Jahre verwendete ich eine Nikon D300. Gute Bildqualität, ein sehr gut arbeitendes Autofokussystem, die seit Jahren vertrauten Menues der Nikon-Kameras machten das Arbeiten mit dieser Kamera für mich sehr angenehm. Die Möglichkeit der Viedeoaufzeichnung, die ihre bis heute erhältliche Nachfolgerin die Nikon D300S bot, hatte ich nicht vermisst. Sechs Jahre sind in der digitalen Welt eine sehr lange Zeit und so wurde sie 2014 durch eine Nikon D610 ersetzt.

Als leichtere Alternative haben sich Bridgekameras von Panasonic bewährt. Ich war Anhänger der Baureihe LUMIX FZX8, bzw. der FZXXX(X). Erträglich schnell arbeitende, zuverlässige Autofokussysteme und gute Optiken sprechen für Kameras dieser Baureihen. Das aktuelle Spitzengerät dieser Baureihen ist die DMC-FZ2000. Ein großer Sensor, für eine Kompaktkamera relative geringes, sichtbares Rauschen und ein auch bei schlechten Lichtverhältnissen schnell und präzise arbeitendes Autofokussystem zeichnen diese Kamera aus.

Inzwischen hat Panasonic auch echte Kompaktkameras mit dem 1″-Sensor und verschiedenen Spezialisierungen im Angebot. So zeichnet sich die Panasonic LUMIC DMC-LX15 als Spezialist für schlechte Lichtverhältnisse durch hohe Anfangslichtstärken von F 1,4 – 2,8 bei einem dreifach-Zoombereich von 24 – 72mm aus. Lichtschwächer ist die Optik der Panasonic LUMIX DC-TZ202, dafür verfügt sie über einen 15-fachen Zoombereich von 26 – 390 mm. Sehr gut arbeitet die Bildstabilisierung über 5 Achsen, über die beide Kameras verfügen.

Und noch etwas spricht für die Kameras von Panasonic und artverwandte Kameras anderer Hersteller: Beim Photographieren von Menschen tut man sich viel leichter als mit einer Spiegelreflex. Richtet man diese auf einen Menschen, geht er recht zügig „in Deckung“. Photographiert man ihn mit der den deutlich zierlicheren Bridge- oder Kompaktkameras dieser Baureihen, passiert das nicht so schnell oder gar nicht.

Einen Ausflug in die Fujitsuwelt (S100FS) habe ich aufgrund des imho langsamen und ungenauen Autofokussystems und für mich deutlich wahrnehmbarer chromatischer Aberrationen des Objektivs schnell beendet.

 


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